"...es gibt Grenzen, denn nicht jeder, der Israels Politik anprangert oder kritisiert, ist Antisemit..."
Man möge doch bitteschön mal ganz genau hinschauen, wer diesen Satz bis zum geht-nicht-mehr wiederholt!
Israelis, vom Staatspräsidenten bis zu Botschafter Stein wiederholen unermüdlich, daß Kritik an Israel legitim sei.
Es mangelt nicht an Kritik an Israel. Die Zeitungen sind voll davon und es mangelt auch nicht an "Verurteilungen" der Gewalt (Israels) aus berufenem Munde, egal ob von Herrn Rau, Joschka Fischer, oder sonst wem. Eine "Verurteilung" ist eine ziemlich scharfe Form der Kritik. Aber Hand aufs Herz, jene die sagen, daß Israel-Kritik mit Antisemitismus gleichgesetzt werden würde, müßten doch eigentlich bei einiger Überlegung selber ins Stocken geraten...: Würde irgend ein deutscher Jude, ein Israeli oder ein ausgeprägter Israel-Freund oder Israel-Kritiker ernsthaft behaupten, daß Rau oder Fischer "Antisemiten" seien? Wir bringen diese beiden Namen, weil es wohl einen breiten Konsens gibt, daß gerade diese beiden Politiker über jeden Verdacht erhaben sind.
Jene Israel-Kritiker, die allerdings befürchten, als "Antisemiten" an den Pranger gestellt zu werden, sollten erst einmal genau prüfen, wer sie überhaupt so bezeichnet (falls es überhaupt geschehen ist) und zweitens sollten sie sich fragen, ob ihre Kritik an Israels Politik sachlich formuliert ist (ohne die klassischen Klischees zu verwenden) ob sie gerechtfertigt ist, ob Israel mit gleichen Maßstäben gemessen wird, wie jene, die man an sich selbst, an Deutschland oder an andere demokratische Staaten stellt. Welchem Zweck die Kritik dient, ob sie aufrichtig ist und ob gleiche Kritik an anderen "Übeltätern" geübt wird, die Gleiches, oder gar Schlimmeres tun.
Da es um Honestly-Concerned geht, sollten nicht nur die Redakteure von ZAPP mal genau prüfen, wen, wann und ob Honestly-Concerned in einem eigenen Kommentar einen Journalisten namentlich einen "Antisemiten" bezeichnet hat. Darum allein geht es doch. Wenn HC sich über gewisse Zeitungsartikel "ärgert", oder wenn es auf Mankos, willentliche Auslassungen, unausgewogene Berichte oder sonst was hinweist, so ist das doch wohl kein "Antisemitismus-Vorwurf" solange dieses Wort nicht vorkommt.
Wenn HC aus der gesamten deutschen Presse Zeitungsartikel zum Thema Antisemitismus, über entsprechende Vorgänge oder publizistische Betrachtungen zu dem Thema sammelt und gebündelt verbreitet, so ist das ein themenbezogener Pressespiegel, wie es sie zu Hunderten jeden Tag in jeder Firma und jeder Behörde gibt. Das ist zunächst einmal nur Information, noch längst kein Vorwurf.
"Streit Christiansen/Giordano" - Was bitteschön hat das mit Antisemitismus zu tun?
Es ist das gute Recht von Frau Christiansen, einseitig über das Leid palästinensischer Kinder zu berichten (ohne gleichzeitig das Leid der israelischen Kinder zu beachten, das es auch gibt) und ebenso ist es das Recht von Herrn Giordano, Frau Christiansen vorzuwerfen, Propaganda für die Palästinenser zu machen, "als hätte ihr Arafat die Feder geführt". Iris Berben wurde kürzlich mit etwas anderen Formulierungen vorgeworfen, einen Film über Israel gedreht zu haben, "als hätte ihr Scharon die Feder geführt". Na und. Das ist das Risiko, wenn man einseitig ist und das ist auch die Gefahr, ebenso einseitig kritisiert zu werden. Vermutlich hat Giordano nach dem Berben-Film nicht zur Feder gegriffen.
Was aber bitteschön hatte diese Auseinandersetzung mit "Antisemitismus" zu tun. Christiansen hat sich nicht gegen die bösen Juden ausgelassen, die den Kindern in Rafah etwas antun und Giordano hat das Wort Antisemitismus nicht in die Bild-Feder genommen!
"Vorverurteilung Israels" - So der Text und als Bild ein ballernder Panzer!Das Lachen am Schneidetisch schallt hinüber in den Film... Man sieht richtig, wie sich die Redakteure ins Fäustchen lachen, bei der Idee, im Text von einer Vorverurteilung zu reden und Bilder zu zeigen, die eine Verurteilung doch nur rechtfertigen. Das ist so ziemlich die billigste Methode eines zynischen Journalismus, die es gibt. Jeder Profi sieht sofort, wie einfach sich das machen läßt, während die wenigsten Zuschauer daran denken, daß ein Redakteur beschließt, welches Bild über welchen Text gelegt wird. Hätten sie über die Worte "Vorverurteilung Israel" Bilder eines in die Luft geflogenen Busses in Jerusalem gelegt, hätten Bild und Text zusammengepaßt, aber eben mit umgekehrter Bedeutung und nicht in der Form einer hämischen Schadenfreude.
Einigermaßen sachlich ist das Interview mit dem Rabbiner, dem Beitrag über die Notwendigkeit zum Schutz vor Synagogen und die Berichte über Friedhofsschmierereien.
Zum Thema: "Leyendecker"Leyendecker wurde kein Antisemitismus vorgeworfen. Ihm wurde nahegelegt, daß ein problematisch formulierter Satz "Antisemitismus schüren könnte". Nämlich die Behauptung, daß die Terroristen angesichts des israelischen wie amerikanischen Vorgehens keine Rechtfertigung mehr benötigten...oder so ähnlich. Mit anderen Worten: weil offenbar Israelis und Amerikaner morden, bedeutet das einen Freibrief für Terroristen, ebenfalls zu morden.
Was dann zitiert wird, aus Honestly-Concerned, gleicht dem Bildnis eines Stürmer-Nachfolgers. Tatsächlich aber handelt es sich bei den gezeigten Zitaten NICHT um Leitartikel von HC, (die es bestenfalls gelegentlich in Form von meist nicht gezeichneten Kommentaren gibt). Vielmehr sind es die (fast unzensierten) Leserbriefe, die einige Leser in Kopie an HC geschickt haben, und die HC ebenfalls (mit dem entsprechenden Disclaimer) veröffentlicht.
Die Redaktion ZAPP sollte mal versuchen, die gleiche Methode bei Zeitungen wie FAZ, FR oder SZ einzuführen und dort abgedruckte Leserbriefe als "Meinung der FAZ" zu zitieren. Das würde die FAZ wohl nicht sehr goutieren und sowie das bekannt wird, würde niemand mehr einen solchen "Pressespiegel" ernst nehmen, der Leserbriefe als Zeitungsmeinung verkauft. Aber im Falle von HC - so wohl die Meinung von ZAPP - scheinen auch namentlich gekennzeichnete Leserbriefe gut genug zu sein, als Originaltext der Redaktion HC herzuhalten.
Da hat sich die Redaktion ZAPP schlicht einen böswilligen Betrug geleistet, den sie selbst bei schlimmster und böswilligster Kritik mit keiner deutschen Zeitung treiben würde.
Leyendecker "merkt" daß es eine "gelenkte Aktion" sei. Daß er vielleicht etwas falsches oder problematisches geschrieben haben könnte, schließt er aus. Bürgerinitiativen, Demonstrationsaufrufe, Manifestationen, Leserbriefaufrufe, jede Demonstration und sogar die Love Parade in Berlin sind alles "gelenkte Aktionen", denn irgend jemand ruft dazu auf oder organisiert etwas. Na und? Warum dann nicht sachlich reagieren, um so mehr, wenn sich offenbar zahlreiche Leute an seiner Formulierung stoßen. Herr Rumsfeld dürfte auch gedacht haben, daß es eine "gelenkte Aktion" war, als der gesamte deutsche Blätterwald ihn wegen seinem "alten Europa" attackierte. Das eine scheint also eine "jüdische Verschwörung" zu sein, während das andere wohl eine "europäische Verschwörung" war...
ZAPP möge bitte mal typische Beispiele bringen, wo bei HC Israel-Kritik mit Antisemitismus gleichgesetzt wurde, und noch dazu "reflexartig". Immerhin ist ja segensreich, daß es in Deutschlands Presse keinerlei "reflexartige" Reaktionen etwa auf die amerikanische Politik, auf Herrn Bush oder gar auf Herrn Wolfowitz gibt.
"Aufruf zu Kampagnen gegen "mißliebige Journalisten"
Nun ja. Früher warf der Staat "mißliebige Journalisten" ins Gefängnis oder schicke sie an noch schlimmere Orte. Wie gut, daß deutsche Zeitungsredaktionen nicht wieder den Begriff "mißliebige Journalisten" eingeführt haben: jeder in ihren eigenen Zeitungen veröffentlichte Leserbrief richtet sich schließlich gegen einen "mißliebigen Journalisten", nämlich jenen, der einen ungewünschten oder unpassenden Kommentar geschrieben hat oder in einem Artikel eine umstrittene Äußerung gemacht hat. ZAPP möge auch hier bitte ein Beispiel nennen für eine Kampagne gegen einen "mißliebigen Journalisten" und bitte darauf achten, ob die Kampagne, falls es sie gab, gegen einen Journalisten oder gegen bestimmte Artikel gerichtet war. Bisher hat sich HC wohl recht wenig um das Privatleben oder sonstige Eskapaden eines Journalisten gekümmert, um behaupten zu können, daß die Kritik gegen einen "Journalisten" und nicht gegen dessen veröffentlichten Artikel ging. Aber die Redaktion ZAPP hat gewiß doch gut recherchiert und kann hoffentlich die Beweise liefern....
Interessant: Anstatt Fotos der "mißliebigen Journalisten" zu zeigen, erscheinen da Namen von Zeitungen, und dann heißt es "Medien werden nahezu täglich an den Pranger gestellt". Nun ja, täglich veröffentlichen genau diese Medien Leserbriefe. Die Kritik aber per Internet zu veröffentlichen ist dann schon "an den Pranger stellen".
Wer Sacha Stawski und seine Ziele kennt, weiß daß er sein Projekt vorstellte, Antisemitismus und "wahrhaftige Berichterstattung" (über Nahost). Da wurde bei ZAPP wohl das entscheidende Wort wegen Zeitmangel weggekürzt. Wie kommen die da dazu, zu behaupten, er "fühlt sich im Recht" und schon bei den nächsten Bildern zu unterlegen: er diffamiert.
Wo und wann bitteschön hat HC jene Journalisten "diffamiert", die sehr wohl zwischen Antisemitismus und kritischer Berichterstattung unterscheiden können. Da HC in Überfülle jedes noch so winzige Ereignis in Nahost als Meldung oder Bericht sammelt und verbreitet, kann HC nicht einmal vorgeworfen werden, selber "kritische Berichte" zu zensieren. Das gesamte Material liegt doch vor.
Aha, sogar Leyendecker gesteht, daß in mancher Kritik an Israel auch ein "versteckter Antisemitismus" steckt. Warum sollte das nicht "an den Pranger gestellt werden", Herr Leyendecker, wieso ist da ein Vorwand notwendig. Tut es etwa sonst jemand? Und ist es nicht dankenswert, daß es jemanden gibt, solchen versteckten Antisemitismus aufzudecken? Wir wissen doch alle, wohin Antisemitismus usw. führen kann. Sollte man das lieber unter den Teppich kehren, obgleich sogar das Grundgesetz da klare Worte genau zu diesem Thema enthält?
Nicht die Antisemiten müssen zurückgedrängt werden, sondern jene, die sich über Antisemitismus beklagen.
Und was die "behutsame Sprache" angeht, wohl wahr. Aber machen Sie da HC Vorwürfe, oder schon wieder jenen Leserbriefschreibern, die bei HC ihre Briefe veröffentlichen können, während sie bei den Zeitungen natürlich gar nicht oder nur sehr selten beachtet werden....!?!?
Jews should
leave the planet
-----Original Message-----
From: Herbert Eiteneier
Sent: Sunday, June 20, 2004 11:16 PM
To: fernsehen@ndr.de
Cc:
honestlyconcerned
Subject: ZAPP - Journalisten zwischen Israelkritik und
Antisemitismus
Sehr geehrte Redaktion,
schade.
Honestly-concerned.org ist also eine persönliche Vendetta von Sacha Stawski,
der gegen alles und jeden vorgeht, das auch nur ein kritisches Wort gegen
Israels Politik zu äußern wagt.
So einfach ist das nun wirklich nicht,
sehr geehrte Damen und Herren. Honestly-concerned ist eine Initiative, die aus
vielen Menschen unterschiedlichster religiöser, politischer und
gesellschaftlicher Hintergründe stammt.
Bedauerlicherweise hält sich
nicht jeder an die von honestly-concerned wiederholt ausgegebenen Hinweise,
wie Leserbriefe geschrieben sein sollten. Wenn Herr Leyendecker ausschließlich
die mit extremen Begriffen geschriebenen Reaktionen anführt, dann ist das
seine Sache. Wenn Sie allerdings das einfach übernehmen, dann ist das eine
andere. Herrn Leyendeckers Darstellung ist reichlich verkürzt. Mir scheint er
kann Kritik nicht allzu gut vertragen und um einer konstruktiven
Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, reduziert er die gegen ihn
vorgebrachte (angebrachte wie
unangebrachte) Kritik auf die Punkte, die ihn
vielleicht über die Maßen angreifen. Das ist unredlich. Insbesondere dann,
wenn z.B. er den Vorwurf antisemitische Klischees zu bedienen (oder
Antisemitismus zu fördern) so darstellt, als würde ihm vorgeworfen, er sei ein
Antisemit. Man muss kein Antisemit sein, um Antisemitisches zu
fördern.
Haben Sie sich die „Auseinandersetzung“ (via E-Mail) zwischen
Herrn Leyendecker und Mitgliedern von honestly-concerned komplett geben
lassen? Insbesondere die Schriftwechsel zwischen Herrn Stawski und Herrn
Leyendecker? Ich hoffe, dann hätte die offensichtliche bloße Übernahme der
Darstellung von Herrn Leyendecker so nicht stattgefunden. Schade, Sie haben
eine Gelegenheit verpasst, Journalismus und Medienkritik einen Dienst zu
erweisen und für ein konstruktiveres Klima zu sorgen.
Oder wollen Sie
das etwa gar nicht, sondern statt dessen Kritik an Journalisten "platt machen"
und gar nicht erst zulassen? (Ich bitte dies als ehrlich gemeinte Frage zu
verstehen, nicht als
Unterstellung!)
Mit freundlichem
Gruß
Herbert Eiteneier
Leverkusen
Mitglied bei http://www.honestly-concerned.org
-
Einer Gruppe besorgter Bürger die sich für eine objektive
Nahostberichterstattung und gegen Antisemitismus einsetzt
http://homepages.compuserve.de/heppye
-----Ursprüngliche
Nachricht-----
Von: H., Joachim
Gesendet: Montag, 21. Juni 2004
12:46
An: 'fernsehen@ndr.de'
Betreff:
ZAPP - Journalisten zwischen Israelkritik und Antisemitismus
Sehr
geehrte Damen und Herren,
ich hatte mich auf Ihre Sendung ZAPP im NDR
Ihren Bericht über "Journalisten zwischen Israelkritik und Antisemitismus"
gefreut - im Vorfeld. Endlich mal wieder ein tolles Thema, über das man sich
Gedanken machen sollte.
Doch - um es vorwegzunehmen, ich war sehr
enttäuscht über die für meine Begriffe einseitig gegen Honestly-Concerned
gerichtete Stimmungsmache.
Israel wurde wieder mal als Panzer-Staat
gezeigt, und die Palästinenser wurden wieder mal als Opfer dargestellt. So
einfach ist die Wahrheit nicht - und Sie haben es sich meiner Meinung nach zu
einfach gemacht. Ich vermisse bei Ihnen eine ausgeglichene Berichterstattung.
Ich war selbst als Tourist in Israel. Israelische Kinder konnten ohne Schutz
keine Klassenfahrt machen, da sie oft genug Ziele palästinensischer
Terroristen sind. Ich hatte erwartet, daß Arafats Unterschlagung von ca.
900Mio EUR zur Sprache kommt, während er sein palästinensisches Volk leiden
lässt.
Dann diese seltsame Antisemiten-Verschwörungstheorie. X-mal
haben Sie versucht, Herrn Stawski in den Mund zu legen, daß er allzu gerne
alle möglichen Journalisten des Antisemitismus bezichtigen würde. Soweit ich
weiß, steht hinter Honestly-Concerned eine Gruppe besorgter Menschen, die
gerechte, ausgeglichene und wahrhafte Berichterstattung wollen. Zu Recht, wie
ich meine.
Eine ehrliche selbstkritische Hinterfragung journalistischer
Arbeit bezüglich Israel habe ich vermisst. Dabei haben gerade wir in
Deutschland das so nötig.
Ich bitte um Ihre Stellungnahme.
Mit
freundlichen Grüßen / Best regards
Joachim
H.
-----Original
Message-----
From: U. Becker
Sent: Monday, June 21, 2004 11:16
AM
To: 'fernsehen@ndr.de'
Subject:
ZAPP von gestern
Sehr geehrte Redaktion der ZAPP,
gestern
konnte ich bei Ihnen einen Beitrag über Israelkritik und Antisemitismus sehen.
In Ihrer Sendung wurde dabei über das Internetforum Honestly-Concerned.org
gesagt:
„Hier wird bisweilen reflexartig jede Kritik an Israel mit
Antisemitismus gleichgesetzt, zu Kampagnen gegen missliebige Journalisten
aufgerufen.“
Dies kann ich nicht bestätigen. Seit langem unterstütze
ich Honestly-Concernd in meiner Freizeit und die Behauptung, dass in den
Texten von Honestly-Concerned „jede Kritik an Israel mit Antisemitismus
gleichgesetzt“ ist schlichtweg falsch. Zum einen halte ich die Aussage, dass
es überhaupt Menschen gibt die jede(!) Kritik an Israel als antisemitisch
ansehen, für sehr gewagt, denn ich habe noch nie so einen Menschen getroffen.
„Jede Kritik“ würde z.B. bedeuten, dass wenn jemand sagt: „Israel tut zu wenig
gegen palästinensische Terroristen.“ oder auch: „Israel macht zu viel gegen
palästinensische Terroristen.“, er von vornherein ein Antisemit ist. So eine
Position werden Sie im ganzen Honestly-Concerned Team nicht finden und auch
nicht in den Leserbriefen, die Honestly-Concerned zugeschickt werden.
Anscheinend haben Sie zu Honestly-Concerned nicht sehr viel recherchiert, denn
sonst hätten Sie allein in den Grundsätzen von Honestly-Concerned (auf dem
Flugblatt an zweiter Stelle) den Grundssatz gefunden:
„Nicht jede
Kritik an israelischer Politik ist antisemitisch.“
Honestly-Concernd
versucht wirklich in diesem ideologisch umkämpften Gebiet Sachlichkeit zu
bewahren und eine größere Informationsvielfalt zu bieten. Dass sehr einseitige
Artikel und Berichte deutscher Medien
im Bereich „Zum Ärgern“ in den
Newslettern zu finden sind, halte ich für nicht problematisch und nicht
angreifbar. Auch nicht, dass Leserbriefe veröffentlicht werden, was jede
Zeitung macht. In ihrer Sendung entsteht allerdings das Bild, dass
Honestly-Concernd „einschüchtern soll“ und über den Gründer des Forums Sacha
Stawski wird gesagt:
„Und so betreibt er weiter seine
Kampagnen...“
Herr Leyendecker erhält in ihrer Sendung das letzte Wort
und auch er vertreibt noch einmal den Mythos, dass es Leute gäbe, die alles
und jeden Vorwand nutzten, um jemanden Antisemitismus vorzuwerfen (wobei
es
natürlich in Richtung Honestly-Concerned gemeint war). Ich kann nur
wiederholen, dass dies 1. nicht für Honestly-Concerned zutrifft, mir 2. noch
nie so ein Mensch begegnet ist (auch wenn es sie vielleicht gibt) und 3. Herr
Leyendecker damit vielleicht auf seinen eigenen Artikel anspielen möchte, den
ich nicht für antisemitisch, aber dennoch für sehr vorschnell und einseitig
formuliert halte; selbst also Leute, die ihm in privaten Zuschriften
Antisemitismus vorgeworfen haben sollten, hier durchaus einen (vielleicht
unberechtigten) Anlass hatten.
Ich war sehr über Ihre Einseitigkeit
erschüttert und vor allem darüber, dass es Ihre Redaktion offenbar nicht
gemerkt hat, dass es Honestly-Concernd gegenstandslose Hetze vorwirft, aber
selbst diese gegen Honestly-Concernd betreibt, die Mitglieder und Verteidiger
von Honestly-Concerned in der Öffentlichkeit ganz konkret und auch gewalttätig
treffen kann. Und wofür? Für Kritik die an einseitigen Medien von den Lesern
(der zusätzlichen Informationen und des Pressespiegels von Honestly-Concernd)
geäußert werden. Überhaupt kann sich auch jeder Leser die Artikel, die in
Honestly-Concerned veröffentlicht werden, auch selbst im Internet
zusammensuchen und dann darauf basierend Leserbriefe schreiben. Denn wenn Sie
ehrlich sind, werden Sie zugeben müssen, dass die Leute, die auf der Strasse
angegriffen und beschimpft werden, die in der Schule vor der Klasse aufstehen
müssen und die Politik Israels rechtfertigen müssen, die ständig vor einem
Meinungsgericht stehen, nicht Menschen sind, die angeblich als Antisemiten
verfolgt werden, sondern Menschen die nicht einseitig gegen Israel sind oder
die einfach Juden sind. Genau so ein Beitrag wie der Ihre bestärkt die
deutschen Zuschauer in Ihrer Meinung, dass die größere Gefahr nicht der
Antisemitismus sei, sondern die Antisemitismus-Vorwerfer, die – wie Sie Herr
Leyendecker schön das Schlusswort lassen – „zurückgedrängt werden müssen“. Ich
bezweifle manchmal, dass eigentlich Qualitätsmedien wie die Ihre sich im
Klaren darüber sind, was Sie durch solche Tatsachenverzerrung und
Schuldzuweisung auslösen können, auch wenn Ihre Redaktion sicher nicht unter
den Folgen leiden muss.
Ulrich Becker
Student der Humboldt
Universität zu Berlin
Hallo Sacha,
die besten und wärmsten Wünsche im Kampf gegen
antisemitische Journalisten etc...
Ich kämpfe auf meine Art gegen das
ÜBEL!!!!!!!
Ein Gruss mit meinem Slogan "ES LEBE
ISRAEL",
Judith!
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