
dpa -
Israelische Sperranlage vor UN-Gericht
Den Haag (dpa) - Der
Internationale Gerichtshof in Den Haag wird sich nach einem Bericht der
israelischen Zeitung «Haaretz» in seinem für heute mit Spannung erwarteten
Rechtsgutachten gegen die israelischen Sperranlagen aussprechen. Die Zeitung
berief sich in ihrer Internetausgabe vom Freitag auf der Redaktion
vorliegende Dokumente. Demnach widersprächen die Sperranlagen zum
Westjordanland internationalem Recht und müssten abgebaut werden. Weiter
schrieb «Haaretz»: Die von Israel gewählte Route beeinträchtige stark die
Rechte der dort lebenden Palästinenser. Diese Beeinträchtigungen seien nicht
durch Erfordernisse der nationalen Sicherheit Israels gerechtfertigt. Die
palästinensischen Grundstückseigentümer, deren Land zum Bau der Sperranlage
enteignet worden sei, müssten entschädigt werden, zitiert das Blatt weiter.
Die Entscheidung sei mit 14 Richterstimmen gegen das Votum des
amerikanischen Richters ergangen. Nach einem Urteil des israelischen
Obersten Gerichtshofes von Ende Juni muss der geplante Verlauf der
Sperranlage zum Westjordanland zu Gunsten der Palästinenser verändert
werden. Die drei Richter entschieden, die Mauer erschwere das Leben der
Palästinenser unverhältnismäßig stark und schränke ihre Bewegungsfreiheit
ein. Es müsse nordwestlich von Jerusalem eine andere Route gefunden werden,
auch wenn sie weniger Sicherheit für Israel bedeute. Das Urteil des
Gerichtshofes betrifft einen 30 Kilometer langen Abschnitt nordwestlich von
Jerusalem. Rund 40 000 Palästinenser leben in dieser Gegend. Im Vorfeld
der Entscheidung in Den Haag hatte Israels Staatspräsident Mosche Katsav
bereits eine mögliche Verurteilung der israelischen Sperranlage durch den
Internationalen Gerichtshof Haag zurückgewiesen. Die UN-Vollversammlung
hatte das Gutachten im vergangenen Dezember bei der obersten Rechtsinstanz
der Vereinten Nationen in Auftrag gegeben. In schriftlichen Stellungnahmen
und bei einer Anhörung im Februar hatten zahlreiche Staaten gefordert, den
Bau der Anlage als Verstoß gegen internationales Recht zu verurteilen.
Israel verteidigt die Maßnahme als Mittel der Selbstverteidigung gegen
palästinensische Terroristen und spricht dem Gerichtshof das Recht zu einer
Entscheidung ab.
Siehe auch:
AFP -
"Haaretz": Haager Gerichtshof wird Sperranlage
verurteilen
AFP
- Haager Gericht: Israels Sperranlage
rechtswidrig
Deutsche Welle - Entscheidung zu Israels
Sperranlage
AP - Den Haag entscheidet laut Zeitung gegen israelischen
Sperrwall
dpa -
Israelische Medien berichten über
UN-Gutachten gegen Sperranlage
Der Auftrag an den Internationalen
Gerichtshof, sich mit dem Thema des israelischen Sicherheitszauns zu
befassen, ist das Ergebnis eines tendenziösen und politisch
indiskutablen Prozesses. Israel und mehr als dreißig demokratische
Staaten haben sich davon distanziert. Der Internationale Gerichtshof in
Den Haag ist nicht befugt, sich mit Themen zu befassen, die eine
politische Auseinandersetzung zwischen Israel und den Palästinensern
darstellen.
Erwartungsgemäß und aufgrund der einseitigen
Eingabe der UN-Vollversammlung, die beim Gerichtshof eingereicht wurde,
ignoriert das Gutachten völlig den Kern des Problems und den Grund für
die Errichtung des Zaunes: der palästinensische Terror. Ohne Terror gäbe
es keinen Zaun.
Dieser menschenverachtende Terror forderte in
den letzten drei ein halb Jahren knapp 1.000 Tote, Zehntausende
Verletzte, Hinterbliebene, Witwen und Waisen bei mehr als 20.000
Anschlägen.
Angesichts einer solchen verbrecherischen
Kampagne würde sich jeder andere Staat genauso verhalten.
Seit Errichtung des Zaunes ist die Zahl der
Opfer drastisch zurückgegangen. Der Zaun hat sich als Erfolg erwiesen.
Er ist eine temporäre gewaltlose Sicherheitsmaßnahme, die Leben rettet.
Solange es Terror gibt, wird Israel weiterhin
seine Bürger schützen müssen. Das ist Israels rechtmäßige und ethische
Pflicht.
Israel ist fortwährend darum bemüht, ein
angemessenes Gleichgewicht zwischen dem notwendigen Schutz vor dem
Terrorismus und der Verteidigung seiner Bürger einerseits und den
humanitären Bedürfnissen der Palästinenser andererseits zu finden. So
wird Israel gemäß den Urteilen des Obersten Gerichtshofs in Jerusalem
weiterhin vorgehen. Dies ist die einzige Instanz, die befugt ist,
darüber zu urteilen. Die Involvierung des Obersten Gerichtshofs in
Israel beweist, sofern überhaupt ein Beweis erforderlich war, dass kein
Anlass zur Einmischung von außen besteht.
Der einzige Weg, die Streitpunkte zwischen
Israel und den Palästinensern, auch hinsichtlich des Zauns, zu lösen,
sind direkte Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. So wurde es in
allen relevanten Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates und der Road Map
festgelegt.
Unverzichtbare Voraussetzung für solche
Verhandlungen ist das Ende des palästinensischen Terrors. Der Schlüssel
zur Lösung liegt nicht in Den Haag oder in Manhattan, sondern in
Ramallah und Gaza, denn von dort geht der Terror aus.
Israel ruft die palästinensische Führung dazu
auf, den Terror zu stoppen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Israel fordert die internationale
Gemeinschaft auf, die palästinensischen Versuche zu unterbinden, sich
weiterhin durch überflüssige Agitationen in internationalen Foren ihrer
Verpflichtungen zu entziehen. Stattdessen sollte sich die
palästinensische Führung darauf konzentrieren, den Terror ernsthaft zu
bekämpfen.
Jerusalem, den 9. Juli 2004 (16.30
Uhr)
AFP - EU
sieht sich durch IGH-Entscheidung zu Sperranlage bestätigt
Brüssel (AFP) - Die EU fühlt sich durch
die Stellungnahme des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zum Bau der
israelische Sperranlage an der Grenze zum Westjordanland in ihrer Kritik
bestätigt. Das Gutachten des Gerichts bestätige die Haltung der EU,
sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag in Brüssel. Die Entscheidung
aus Den Haag müsse aber noch im Detail analysiert werden, schränkte der
Sprecher ein.
Siehe auch:
AP - EU kritisiert israelische Sperranlage
ZUR
ERINNERUNG (DIE EU NOCH IM FRÜHJAHR)...
AP - EU
gegen IGH-Anhörung über israelischen Grenzwall
Brüssel (AP) Die Europäische Union hat
sich gegen die Einschaltung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) im
Streit um den israelischen Grenzzaun ausgesprochen. Dies geht aus einem
Brief der amtierenden irischen EU-Ratspräsidentschaft an das Gericht
hervor, wie am Montag aus diplomatischen Kreisen in Brüssel verlautete.
Die EU kritisierte zwar die Grenzanlage, sei aber zugleich der Ansicht,
die Auseinandersetzung könne juristisch nicht gelöst werden.
Die EU
erkenne das Recht Israels an, sich gegen Terrorismus zu schützen, hiess
es aus den Brüsseler Kreisen weiter. Kritisch sehe die EU aber, dass der
Schutzwall zum Teil auf palästinensischem Gebiet verlaufe. Der
aussenpolitische EU-Vertreter Javier Solana bekräftigte am Montag, die
Grenzanlage «ist kein Beitrag zum Frieden». EU-Aussenkommissar Chris
Patten ergänzte, unter den 15 Mitgliedstaaten gebe es in dieser Frage
keine Differenzen.
Die Anhörung vor dem Gerichtshof in Den Haag
beginnt am 23. Februar. Die UN-Generalversammlung hatte den IGH um eine
Stellungnahme zu der Sperranlage gebeten. Der palästinensische Präsident
Jassir Arafat warb am Montag für Unterstützung. Israel verstosse mit dem
Bau des Walls gegen internationales Recht. Israel argumentiert, der 750
Kilometer lange Wall, bestehend aus Zäunen und Mauern, sei zum Schutz
vor Selbstmordanschlägen notwendig.
Solana traf am Montag in Brüssel
mit den Verfassern des Genfer Friedensplanes zusammen, dem früheren
israelischen Justizminister Jossi Beilin und seinem Palästinensischen
Verhandlungspartner Jasser Abed Rabbo. Solana sagte, die EU unterstütze
die Initiative vom Dezember.
JTA E.U. tries to straddle the fence in
presenting affidavit to The Hague By Philip
Carmel
PARIS, Feb. 8 (JTA) - It's always been clear that the
European Union is no supporter of Israel's security fence. But
E.U. leaders are drawing the line at what they see as the United
Nations' politicization of the International Court of
Justice. On Feb. 2, the European Union joined more than 40
countries in sending an affidavit to the court on behalf of the bloc's
15 members and 10 candidate countries. Details of affidavits to the
court officially are kept under wraps in advance of the Feb. 23
hearing on the fence, but E.U. spokesmen have made plain that they
consider it "inappropriate" for the U.N. General Assembly to have sent
the issue to the court. The E.U. move follows similar positions taken
by leading members of the bloc - most notably Britain, France and
Germany - who also sent their own submissions to the court in The
Hague. >>
"Am 8. Dezember 2003 entschied die
Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Sondersitzung, den
Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag um ein Rechtsgutachten über
"die rechtlichen Konsequenzen des Baus einer Mauer in den besetzten
palästinensischen Gebieten" zu ersuchen. Indem die Generalversammlung und
der IGH das Wort "Mauer" benutzen, obwohl sich die Barriere aus
unterschiedlich gebauten Segmenten zusammensetzt, haben sie keine neutrale
Sprache gewählt. Auch der Ausdruck "besetzte palästinensische Gebiete" ist
eher ein politischer als ein rechtlicher. Diese Terminologie ist nicht die
der UN-Resolutionen 242 und 338 des Sicherheitsrates, die sich auf die
Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern beziehen.
Das Ersuchen der Generalversammlung ist nicht nur
in ihrem Sprachgebrauch eindeutig: Die 20 Abschnitte, aus denen der Antrag
besteht, erklären keinesfalls die Umstände, unter denen die "Mauer" gebaut
wird: die andauernden Terrorangriffe gegen Israelis. Die IGH-Akte, in der
die UN 88 Dokumente an Den Haag übergeben hat, erwähnt die Terrorangriffe
nicht einmal am Rande. Vielleicht wird der IGH das 130 Seiten starke
israelische Dokument veröffentlichen, in dem die israelische Regierung
darlegt, warum sie das Recht des IGH, über die Barriere zu beraten, nicht
anerkennt. All dies wird im Schatten des gestrigen Selbstmordanschlages in
Jerusalem stattfinden.
Die israelische Stellungnahme ist juristischer Art und bezieht sich nicht nur auf die Gründe für den Zaunbau - über 900 israelische Opfer in mehr als drei Jahren Terrorangriffe. Nach der Anklage wurde die Generalversammlung der UN einberufen, um speziell über den Zaun zu diskutieren. So wurde der Sicherheitsrat als unfähig dahingestellt, seine "zentrale Verantwortung" wahrzunehmen, nämlich Frieden und Sicherheit zu garantieren, wegen der Meinungsverschiedenheiten seiner ständigen Mitglieder. Bezüglich des Zauns entschied der Sicherheitsrat, die "road map" als Plan für die Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes zu übernehmen. Auf jeden Fall hat der Sicherheitsrat nie in Erwägung gezogen, den IGH vor der Debatte in der Generalversammlung um ein Rechtsgutachten zu bitten.
Wenn dieses Argument abgelehnt wird - was als
sicher gelten kann - wird der IGH immer noch entscheiden müssen, ob er in
diesem Fall überhaupt zuständig ist. Der IGH hat die Möglichkeit, das
Ersuchen der Generalversammlung nach einem Rechtsgutachten zurückzuweisen.
Denn eigentlich werden solche Gutachten nur in rechtlichen Angelegenheiten
gefordert. Israel könnte überzeugend argumentieren, dass der Zaun eher ein
politisch-rechtliches Thema als ein rein rechtliches ist.
Wenn der IGH urteilt, dass der Zaun im Grunde ein
Rechtsstreit ist, wird er diesen Präzedenzfall in seinen eigenen Anhörungen
behandeln müssen, wobei solche Fälle nur mit voller Zustimmung beider
Parteien diskutiert werden können. Israel erkennt das Recht des IGH, im
Konflikt mit den Palästinensern zu verhandeln, nicht an. Alle Abkommen, die
Israel und die Palästinenser in der Vergangenheit unterzeichnet haben,
nennen Verhandlungen als Mittel zur Lösung des Konflikts. Den IGH erwähnen
sie darin nicht.
Anders als ein Urteilsspruch ist ein
Rechtsgutachten des IGH nicht bindend. Es liegt an der Generalversammlung,
darüber zu entscheiden, was mit dem Rechtsgutachten geschehen soll. Das
heißt: Die Stellungnahme des IGH wird Zweifels ohne Einfluss darauf nehmen,
ob er in Zukunft als bedeutende juristische Stimme oder als Forum für
politisch beeinflusste Entscheidungen betrachtet
wird. Insgesamt sind die Richter des IGH international bekannte Juristen,
die eine jahrelange Berufserfahrung in ihren jeweiligen Herkunftsländern
vorweisen können und sich selbst als Rechtsexperten betrachten. Während
eines Gesprächs, das ich letzten Sommer mit einem dieser Richter hatte,
wurde mir klar, dass sie sich selbst als unabhängig von dem Land betrachten,
das sie nach Den Haag entsandte. Diese Selbstwahrnehmung wird in den
kommenden Tagen einer Feuerprobe ausgesetzt werden." (Ha'aretz, 23.02.04)
„Wenn die UNO mit dem Kampf gegen den
Antisemitismus Ernst machen will, muss sie bei sich anfangen“, von Anne
Bayefsky, in Welt am Sonntag, 27. Juni
2004:
„Die Wurzeln der Vereinten Nationen liegen in
der Asche des jüdischen Volkes. Ihre Blüte sollte in der Förderung der
Toleranz gegenüber allen Menschen und der Gleichheit aller Nationen
bestehen. Doch heute bieten sie jenen eine Plattform, die den Opfern der
Nazis unterstellen, die Nazis des 21. Jahrhundert zu sein. Die UN sind zum
globalen Vertreiber des Antisemitismus geworden - der Intoleranz gegenüber
Juden und der Ungleichbehandlung ihres Staates. Den dafür verantwortlichen
Mitgliedstaaten ist es nicht nur in vielen Fällen gelungen, ihre eigenen
Länder "judenrein" zu machen; sie haben auch die Auseinandersetzung mit
dem Judenhass fast vollständig von der Tagesordnung der UN verbannt - von
1965, als der Antisemitismus ausdrücklich von einem Vertrag gegen
Rassendiskriminierung ausgenommen wurde, bis hin zum letzten Herbst, als
der Versuch scheiterte, der Generalversammlung eine Resolution gegen den
Antisemitismus vorzulegen.“ Weiter:
Als Folge der Errichtung des Terror-Abwehr-Zauns
hat eine palästinensische Kampagne dazu geführt, dass die Generalversammlung
der Vereinten Nationen den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gebeten
hat, ein Rechtsgutachten zur Vorgehensweise Israels zu erstellen. Mir ist
wohl bewusst, dass der Bau des Terror-Abwehr-Zauns eine Reihe von Fragen
aufwirft. Das Abwägen zwischen Sicherheitsmaßnahmen und humanitären
Schritten ist tatsächlich dann, wenn sich Staaten mit Terrorismus
konfrontiert sehen, eine schwierige Angelegenheit. Dem Gerichtshof ist aber
nur eine halbe Frage gestellt worden. Er wurde gebeten, ein Gutachten zu
israelischen Verteidigungsmaßnahmen abzugeben, nicht jedoch, zum
palästinensischen Terror, der den Zaun verursacht hat, Stellung zu nehmen.
Weiter:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=55987&MissionID=88
Außerdem: Interview mit dem Botschafter Shimon Stein im
Deutschlandfunk, am 23. Februar 2004: „Notwendig, legitim und
provisorisch“
Der Terrorabwehrzaun: Lebensretter und
Voraussetzung für die Zwei-Staaten-Lösung, Februar
2004
In den letzten 40 Monaten war Israel Ziel von
mehr als 18.000 Terrorangriffen, bei denen fast 1.000 Menschen ermordet
wurden und mindestens 6.000 Menschen lebenslängliche Schäden davontrugen.
(In einer makaberen Hochrechnung auf deutsche Größenordnung wären es fast
14.000 Todesopfer.) Darunter wurden mehr als 400 Israelis bei
Selbstmordanschlägen ermordet, die von Terroristen aus der Westbank verübt
wurden. Dem gegenüber spricht die Tatsache für sich, dass seit Bestehen des
Zaunes um Gaza (1996) kein Attentäter von dort aus kommend in Israel einen
Anschlag ausführte. (Bild, nur HTML: Selbstmordattentat im Cafe Moment,
Jerusalem). Weiter:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=55984&MissionID=88
Fast 900 Israelis
sind in den vergangenen drei Jahren bei Terroranschlägen in Israel ums Leben
gekommen. Tausende wurden verletzt oder für immer verstümmelt. Die Spur der
Mehrzahl dieser Anschläge, v.a. der Selbstmordattentate, führt in das Gebiet
des Westjordanlands. Zur Zeit gibt es keine physische Barriere zwischen den
Zentren des Selbstmordterrors im Westjordanland und den Bevölkerungszentren
Israels. Viele israelische Ortschaften liegen nur wenige Fußminuten von der
Grünen Linie, der noch zu verhandelnden Waffenstillstandlinie von 1967,
entfernt. Weiter:
Der Sicherheitszaun zwischen Israel und der West
Bank, 12. Oktober 2003
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=40042&MissionID=88
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=28317&MissionID=88
Offizielle Reaktion der israelischen Regierung
auf die UN-VV Resolution, 8. Dezember
2003:
Israel verurteilt die zynische Ausnutzung der
Dringlichkeitssitzung der UN-Vollversammlung, die der Wahrung des
Weltfriedens und der Sicherheit dienen sollte und stattdessen zur Verfolgung
der Interessen von Terror-Sympathisanten benutzt wurde. Die Palästinenser haben sich erneut
der automatischen Mehrheit bedient, die sie aufgrund der traditionellen
Unterstützung der arabischen und blockfreien Staaten in der
UN-Vollversammlung erhalten. Die Eingabe derartiger Resolutionen sabotiert
nicht nur die Bemühungen, Bedingungen für die Wiederaufnahme des politischen
Prozesses zu schaffen, sondern schadet auch der UN selbst sowie ihrer
Fähigkeit, ihrer Bestimmung zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit auf
der Welt nachzukommen.
Weiter:
Offizielle Reaktion der israelischen Regierung
auf die UN-VV Resolution, 8. Dezember
2003
Während der vergangenen Monate verzeichnen die
Statistiken israelischer Sicherheitsbehörden einen deutlichen Rückgang in
der Zahl der Terroranschläge palästinensischer Terrororganisationen. Weiter
NL020704:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=55578&MissionID=88
Die folgende Darstellung zeigt die rückläufige
Zahl der Todesopfer durch palästinensische Selbstmordattentate seit 2003:
Bei Selbstmordattentaten, die vom Westjordanland ausgingen, wurden im
vergangenen Jahr in Gebieten mit Zaun (in der HTML-Darstellung grün)
insgesamt 46 Menschen ermordet, 221 wurden verletzt. In Gebieten ohne Zaun
(im Säulendiagramm mit rot gekennzeichnet) waren es 89 Tote und 411
Verletzte. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2004 wurden bei
Selbstmordattentaten in Gebieten ohne Zaun 19 Menschen getötet und 102
wurden verletzt. In Gebieten mit Zaun starben in dem selben Zeitraum keine
Menschen:

http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=46827&MissionID=88
In Regionen mit Sicherheitszaun ist die Zahl der
Terroropfer rückläufig, November 2003:


Seit Baubeginn des Terrorabwehrzauns wird der Verlauf der
Sicherheitsanlage regelmäßig überprüft. Dabei werden die Bedürfnisse der
Anwohner untersucht und analysiert. Die Planung geht ins Detail, bezieht
sich sogar auf die Entfernung von Metern, insbesondere wenn es sich um
Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte handelt. Die Änderung des Verlaufs wird entsprechend der Verhandlungen mit den
Bewohnern vorgenommen. Die Zeitspanne, während derer die Anwohner die
Möglichkeit haben, gegen den Verlauf Einspruch zu erheben und um die
Änderung zu bitten, ist exakt festgelegt. (Unter den Anfragen waren übrigens
auch solche von ganzen palästinensischen Dörfern, die darum baten, auf die
israelische Seite verlegt zu werden). Die Bauarbeiten am Zaun laufen unter juristischer Beratung ab. Jeder
Schritt wird unter Berücksichtigung des spezifischen Bereichs genau
geplant. Bei Ausnahmefällen, wenn man keine andere Wahl hat, umfasst der
Sicherheitsstreifen auch private Gebiete. In solchen Fällen wird das Gelände
verpachtet (jedes Mal für zwei Jahre), wobei der Boden im Besitz der
Eigentümer bleibt, die für die Nutzung des Bodens bezahlt
werden.
Es wurde entschieden, dass keine Häuser wegen des Zaunbaus abgerissen
werden. Daher und aus Rücksicht auf die Bevölkerung in dicht besiedelten
Gebieten (urbane Gebiete wie z.B. Jerusalem) wird eine Mauer und kein Zaun
gebaut. Die Mauer ist 45 Zentimeter dick. Für einen Zaun wäre eine Breite
von 45 Metern erforderlich, um die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.
Neben der strengen Planung arbeitet eine Kommission an der
Überprüfung von Problemen beim Bauprozess des Zauns. Um langfristige
Probleme aufzudecken, konzentriert sich die Kommission auf das Sammeln von
Informationen über das Leben an der Berührungslinie. Humanitäre Probleme
werden sofort gelöst.
Beispiele:
Beispiele für die Rücksichtnahme der Planer des Verlaufs des
Sicherheitszauns auf den Alltag und die Bedürfnisse der Bevölkerung, noch
vor Beginn des Baus:
1. Der auf einer Brücke, über dem Dorf Bir Naballa gebaute Zaun (dort
wurde Nachshon Waksman vor seiner Ermordung durch Palästinenser
festgehalten), an der Strasse 443. Der Zaun stört das ordnungsgemäße Leben
im Dorf nicht.
2. Die Planung der Errichtung eines Kreissaals und einer
Dialyse-Station als medizinisches Zentrum bei Abu Dis. Man plant dem Projekt
fünf Rettungswagen anzugliedern, die aus Spenden finanziert werden
sollen.
3. Das Projekt beinhaltet auch die Einrichtung öffentlicher
Verkehrsverbindungen bei dem zukünftigen Übergang neben Ras Abu Sabitan
neben der Universität von Abu Dis.
Weitere Einzelfälle:
Spezifische Beispiele für die bisherige Änderung des Zaunverlaufs
aufgrund von Verhandlungen mit den Anwohnern und der Rücksichtnahme auf
deren Bedürfnisse:
1. Beit Sira: Wegen Protests der Bewohner wurde entschieden, den
Verlauf des Zaunes und der geplanten Landstrasse Nr. 3 zu verlegen und sie
dem Zaun der Siedlung Maccabim direkt
anzuschließen.
2. Die Klöster Asira: aufgrund einer Anfrage der Kirchen wurde der
geplante Verlauf nach Osten verschoben.
3. Al-Quds-Universität: Entsprechend einer Anfrage wurde der Verlauf
nach Westen verlegt, obwohl er sich dort mit dem geplanten Verlauf der
Umgehungsstrasse von Jerusalem überschneidet. Dies unter der Verpflichtung
zum ursprünglichen Verlauf zurückzukehren, sobald die Strasse geebnet
ist.



Der
Terrorabwehr-Zaun - Israels Lebensretter und die Voraussetzung für die
2-Staaten-Lösung ...
Wiesenthal Centre to
Holy See: "Condemn, as Incitement to Middle East-Related Terrorism,
Vatican Charity's Campaign Poster Against Israeli Security
Fence - Paris, 23 February 2004 ...
Trauerbekundung in Den
Haag - Insgesamt 935 Namen werden in Haag verlesen-es
sind die Namen der Opfer des Terrors ...
Auch der
Internationale Gerichtshof sitzt auf der
Anklagebank -
Analyse von Ze’ev Segal, Ha’aretz,
23.02.2004 ...
A fence built for
peace - by Silvan Shalom, first published on Tuesday February 3,
2004 in The Guardian ...
"Der Tag des
Zorns" -
Arabische Abgeordnete der Knesset,
israelische und jüdische Studenten-alle fahren nach Haag zum
internationalen Gerichtshof ...
Schweigemarsch zum
Gedenken der israelischen Terroropfer in Den
Haag!
Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs ("Bagaz") muss Israel
Änderungen an 30 km des Terrorabehrzauns nordwestlich von Jerusalem
zugunsten der Palästinenser vornehmen. Es müsse alles getan werden, um die
Beeinträchtigungen der Lebensumstände der Palästinenser, die in der Region
leben, auf ein Minimum zu reduzieren, auch wenn dies Einschnitte für die
Sicherheit Israels zur Folge habe, heißt es in der Grundsatzentscheidung des
Obersten Richters Aharon Barak und der Richter Eliahu Mazza und Mishael
Cheshin. Den Antrag vor dem Obersten Gericht hatte der Gemeinderat der
palästinensischen Ortschaft Beit Surik nordwestlich von Mevasseret Zion
gestellt. Die Gesamtlänge des betroffenen Zaunabschnitts beträgt 40 km. "Der
Verlauf wird nicht dem schwierigen Balanceakt zwischen der Gewährleistung
der Sicherheit (für Israel) und der Gewährleistung der Bedürfnisse dort
lebenden Einwohner gerecht, dem der Armeekommandeur verpflichtet ist",
urteilten die Richter. Der Verteidigungsminister kündigte am Mittwoch eine
Überarbeitung des Zaunverlaufs auf der Grundlage der Gerichtsurteils
an.
"Der Verlauf, den der Kommandeur der Armee für den Terrorabwehrzaun
festgelegt hat... schadet den dort ansässigen Bewohnern in einer
schwerwiegenden und dringlichen Weise und verletzt ihre Rechte nach
humanitärem und internationalen Gesichtspunkten." "Dieser Verlauf hat das
Leben der örtlichen Bevölkerung so erschwert, dass der Staat eine
Alternative finden muss, der möglicherweise geringere Sicherheit bietet, den
Bewohnern aber weniger schadet." Der Gerichtshof hat nicht die Vollmacht,
den Bau des Zaunes an sich zu verbieten. Im März veranlasste der Gerichtshof
einen einstweiligen Baustopp in dem umstrittenen Gebiet, bis eine endgültige
Entscheidung gefällt ist. Am 9. Juli wird das Urteil des Internationalen
Gerichtshofs im Haag über die Rechtmäßigkeit des Terrorabwehrzauns erwartet.
"Dies ist eine mutige und sehr wichtige Entscheidung", sagte Mohammed Dahla,
palästinensischer Anwalt der Kläger, "diese Entscheidung ist wichtiger als
diejenige in Den Haag, denn diese wird befolgt werden." (Ha'aretz
daily)
Israel's Anti-Terror Fence Saves Lives
***The UN General Assembly (GA)
resolution asking the International
Court of Justice (ICJ) for an advisory
opinion is actually a request for
an endorsement of an already-stated
political opinion of the GA. The ICJ
lacks jurisdiction over the case
because the GA has dictated the desired
result. The court is not
authorized to make endorsements of the GA's
political opinions dressed in
legal garb.
For more details, go to http://jcpa.org/jl/vp513.htm
|
Issue |
Apartheid South Africa |
Israel's Security Fence |
|---|---|---|
|
Goal of separation |
The explicit goal of bantustans was the elimination of rights of the majority South African black population, to ensure white hegemony. |
The explicit goal of the security fence is preventing surreptitious terrorist entry to Israel, which has caused the murder of hundreds of Israeli civilians. |
|
Citizenship |
A central goal of official apartheid "separate development" was to strip black South Africans of their citizenship. |
West Bank Palestinians were never citizens of Israel. (Arabs, meanwhile, constitute 15% of the Israeli citizenry.) |
|
Forced transfer |
Between 1950 and 1986, about 1.5 million Africans were forcibly removed from "white" cities to rural reservations. |
The security fence causes no transfer of population. |
|
Opposition to nation |
South African blacks, cordoned into bantustans, did not seek the destruction of South Africa, but rather the removal of the apartheid regime. |
The majority of Palestinians in the territories dispute Israel's very right to exist; this has bred terror, and ultimately, the need for the fence. |
|
Permanence |
South African bantustans were an effort to force a permanent international status on lands, and the black population living there. | The security fence is a temporary defensive measure, not a border; inconveniences caused by the fence are reversible. |
|
Colonialism |
South African "separate development" was an outgrowth of imperialist, colonial policy. |
Israel is "colonial" neither with regard to the source of its population (mostly refugees), nor their deep historical relationship to the land. |
The Israeli security fence, therefore, differs
from South African measures in its rationale, its goals, its effect, and its
historical context. A far more appropriate comparison can be made, therefore,
between Israel's fence and other democratic nations' border fences, such as
the British "peace line" in Ireland, or the US border fence
with Mexico.
As media outlets
continue to grant legitimacy to the "apartheid wall" myth, HonestReporting
encourages subscribers to respond directly when the distortion appears in news
stories or opinion pieces, debunking the latest effort to associate Israel
with a racist, immoral political policy.
For
additional information on the security fence, see the Israeli Foreign
Ministry's website: Saving Lives: Israel's Security Fence.
--
FRIEDMAN ISSUES PARTIAL CORRECTION --
On Feb. 5, New York Times
columnist Thomas Friedman
ignored the facts of Israeli prisoner releases while making his case that
Ariel Sharon directs a "conspiracy" to control Washington. That day,
HonestReporting issued a communique
encouraging subscribers to write to the Times about Friedman's error.
In today's (Feb. 12) Times, Friedman states:
My Feb. 5 column erred in saying
Ariel Sharon had released no Palestinian prisoners to Mahmoud Abbas. He did.
It was just too limited a release to have any impact.
By "limited release," Friedman clarifies that "none
of them [were] big-name fighters" and that some were "just criminals."
This Friedman contrasted to the recent
Hezbollah exchange. Yet even in the Hezbollah exchange, the only "big-name
fighters" (Mustafa Dirani and Abdel Karim Obeid) were Lebanese. The 400
freed Palestinians included, by Israeli government insistence, no terrorists
with "blood on their hands."
Moreover, in June,
2003 Israel did release a "big-name fighter": Ahmad Jabara, known as the
"refrigerator bomber" for a terror attack that killed thirteen people, was
released to much fanfare, front page headlines in the PA daily paper, and a warm public reunion with Yassir Arafat.
So while Friedman's correction is
welcome, he still misrepresents Sharon's record on prisoner releases in the
effort to paint the "conspiring" Israeli Prime Minister as "failing to lift a
finger" to support Mahmoud Abbas.
Comments to:
letters@nytimes.com
-- ANTI-ISRAEL POLL IN GLOBE &
MAIL --
The Toronto Globe & Mail had the following poll question on the homepage of its website
earlier today (Feb. 12):
Should all financial and political aid to Israel be cut off
until a just peace with the Palestinians is in place? □
Yes □ No
After immediate
protest from HonestReporting and other media monitors that the question itself
contains blatant anti-Israel bias, the Globe & Mail changed the
question to include the option of
cutting off aid to Palestinians.
That's a far
more reasonable proposal ― a halt in PA funding is precisely what the
EU's Anti-Fraud Office is presently considering, after evidence emerged that the PA has
directly funneled EU 'political aid' funds to terror
organizations.
© Honestly-Concerned.org