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I N F O R M A T I O N E N
 
zu der Veranstaltung...
"Islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa"
vom 01.04.2004....
 
 

 
 
Am 1.04.2004 lud Honestly-Concerned, zusammen mit dem Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie, dem Moses Mendelssohn Zentrum, der WELT, dem Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie und Perspektive 21 zu einer Podiumsdiskussion mit:

      -        Yigal Carmon, Middle East Media Research Institute, Jerusalem
-        Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums an der Universität Potsdam
-        Mohammed Schams, Berlin/London, Association of Human Rights and Democracy for Iran
-        Deidre Berger (Managing Director, The American Jewish Committee Berlin Office)
-        Eldad Beck, Korrespondent Yedioth Ahronot, Berlin 
-        Sacha Stawski, Gründungsmitglied von Honestly-Concerned, Frankfurt/Main
-        Prof. Gert Weisskirchen, MdB (SPD), außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
-        Sibylle Pfeiffer, MdB (CDU), Stellvertretendes Mitglied der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
-        Cem Özdemir, (Bündnis 90/Die Grünen)
-        Markus Löning, MdB (FDP), Mitglied der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
-        Einleitung und Moderation: Staatssekretär a. D. Klaus Faber, Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 
Das Thema der Podiumsdiskussion war: "Islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa - Seine Auswirkungen auf alte und neue Konflikte".
 
Nachfolgend einige Informationen zu der bisherigen Presse über die Veranstaltung und Links zu einzelnen Redetexten....

 


 
BISHERIGE PRESSE ZU DER VERANSTALTUNG...


  1. NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT - Politiker und Forscher warnen vor Verharmlosung des islamischen Antisemitismus

    Politiker, Journalisten und Wissenschaftler haben am Donnerstag davor gewarnt, den islamischen Antisemitismus zu unterschätzen. Geschlossen riefen die Teilnehmer der Berliner Podiumsdiskussion „Islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa – Seine Auswirkungen auf alte und neue Konflikte“ dazu auf, aktiv gegen antisemitische Vorurteile und deren Verbreitung vorzugehen. Sacha Stawski, Gründungsmitglied von Honestly-Concerned www.honestly-concerned.org forderte die Verurteilung von Antisemitismus, egal in welcher Form er auftritt. Schweigen und Appeasement können keine Lösung sein: Regierungen müssen laut und deutlich gegen die Verbreitung antisemitischer TV-Sendungen eintreten, wie z.B. die Sendung „Reiter ohne Ross“, die in sieben arabischen Fernsehsendern gezeigt wurde. Organisationen und Einrichtungen, die antisemitisches Gedankengut auf Websites etc. veröffentlichen, müssten verboten, und das Existenzrecht Israels niemals in Frage gestellt werden. Gleichzeitig sollte die Kommunikation mit moderaten und aufklärenden Gruppen gefördert werden. Auch Defizite im Bildungswesen wurden angesprochen. Juden werden im Unterricht deutscher Schulen ausschließlich als Opfer dargestellt, erklärten Teilnehmer.

    Die Veranstaltung moderierte Staatssekretär a.D. Dr. Klaus Faber (Eröffnungsrede, www.juedische.at). Yigal Carmon (Middle East Media Research Institute Jerusalem) präsentierte aktuelle Beispiele der Hetze mit antisemitischen Stereotypen aus den arabischen Medien. Frau Deidre Berger (AJC) stellte eine neue Studie über Schulbücher in Saudi-Arabien und Ägypten vor. Zu den weiteren Teilnehmern gehörten Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam, Mohammed Schams, Association of Human Rights and Democracy for Iran in Berlin/London, Eldad Beck, Yedioth Ahronot, Prof. Gert Weisskirchen, MdB (SPD) und außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Sibylle Pfeiffer, MdB (CDU), Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Markus Löning, MdB (FDP).

     
  2. juedische.at- Weshalb haben wir so lange weggesehen und weggehört?
    Einleitung zur Podiumsdiskussion über den islamischen Antisemitismus im Centrum Judaicum in Berlin,1.4.2004   

  3. WELT - Islamischer Antisemitismus rückt ins Blickfeld deutscher Politik - von Jan Rübel
    Berlin -  Wenn Schreibmaschinen klackern, dann denkt man an Kisch, den rasenden Reporter, oder an die Wahrheit aufs Papier bringende Recherchen. Die Anschläge, die zu Beginn der syrischen TV-Serie "Diaspora" weiße Buchstaben an den Bildschirm hämmern, wollen dies nur suggerieren: "Die Juden beschlossen, die Welt zu kontrollieren", heißt es da, und später erfährt der Zuschauer der Pseudo-Doku, wie Juden Kindern die Kehle aufschlitzen, um mit dem Blut Matzot zu backen - alte antisemitische Klischees, die der 2003 produzierte Film neu auflegt und der seitdem auf arabischen Fernsehsendern läuft; produziert wurde das Machwerk von mehreren syrischen Institutionen. Westliche Medien greifen diese islamische Form des Antisemitismus verstärkt auf und kritisieren sie, die Politik indes reagiert langsamer.
    Um dieses Phänomen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, hat am Donnerstag das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie zusammen mit dem Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien und anderen Veranstaltern Forscher und Politiker zu einer Podiumsdiskussion in Berlin versammelt. "Weshalb haben wir so lange weggesehen?", fragte Klaus Faber, Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums und Moderator der Diskussion.
    Schnell kristallisierten sich zwei Streitfragen heraus: Wo liegen die Wurzeln für diesen Antisemitismus? Und: Was soll dagegen unternommen werden? Yigal Carmon vom israelischen Middle East Media Research Institute (Memri) sagte, schon im Koran zeigten sich Spuren dieses Antisemitismus. Der Konflikt zwischen dem Propheten Mohammed und jüdischen Stämmen auf der Arabischen Halbinsel sei Ausdruck dieser Gegnerschaft - eine These, die der Korrespondent der israelischen Tageszeitung "Yedioth Aharonoth", Eldad Beck, unterstützte, welche jedoch von Julius Schoeps angezweifelt wurde. "Diese Geschichte ist nicht so alt", sagte der Direktor des Mendelssohn-Zentrums mit Blick auf den islamischen Antisemitismus. Sicher sei, dass in den vergangenen Jahrzehnten die europäischen antisemitischen Bilder im Nahen Osten Einkehr gefunden hätten. 1920 erschien die erste arabische Übersetzung der "Protokolle der Weisen von Zion", einer Fälschung des zaristischen Geheimdienstes zur Diskreditierung von Juden. Es folgten Hitlers "Mein Kampf" und weitere Bücher, die sich bis heute im Nahen Osten hoher Beliebtheit erfreuen. Arabische Liberale kritisieren zunehmend diesen Antisemitismus, noch sehen sie sich jedoch einer ablehnenden Mehrheit in ihren Gesellschaften gegenüber.
    So zweifelte Faber daran, dass "selbst wenn sich Israel auf die Waffenstillstandslinien von 1967 zurückzöge, damit, angesichts der antisemitischen Hasspropaganda, der arabisch-israelische Konflikt beendet wäre". Sacha Stawski von der Bürgergruppe "Honestly Concerned" leitete daraus Forderungen ab: Der islamische Antisemitismus solle weltweit verurteilt werden und Regierungen sollten gegen Fernsehsendungen vom Schlage "Diaspora" protestieren; bisher regte sich nur im französischen Kabinett lauter Unmut über die syrische Produktion. Dieser Protest, sagte Stawski, sollte auch das Verbot solch antisemitischer Verbreitung über das Fernsehen oder Internet einschließen.
    Die anwesenden Politiker reagierten auf die Forderungen zurückhaltend. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer begrüßte den Vorschlag einer entsprechenden Resolution der UN-Vollversammlung. "Schon jetzt sind Entwicklungshilfegelder an Bedingungen gebunden wie "Good Governance" und Menschenrechte", sagte Pfeiffer. "Nach solch einer Resolution könnten die Vereinten Nationen Gelder an die Bedingung knüpfen, gegen Antisemitismus vorzugehen." Skeptischer zeigte sich Gert Weißkirchen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. "Den Aufstand des Einzelnen gegen Antisemitismus kann man nicht verordnen", sagte er. Zweifel an der Wirksamkeit von Sanktionen äußerte auch Markus Löning (FDP), Mitglied der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.
    Gegen Verbote sprach sich ebenfalls Schoeps aus. Wichtiger sei, die Bildung stärker zu fördern, sagte er und machte einen konkreten Vorschlag: die Gründung einer Akademie der drei monotheistischen Religionen in Berlin.



REDETEXTE UND MEHR.....


  1. Einleitungstext Klaus Faber
    http://www.honestly-concerned.org/Redetext-Klaus-Faber-Islamischer-Antisemitismus_Lang.doc

  2. Redetext Eldad Beck:
    http://www.honestly-concerned.org/Redetext-Eldad-Beck-Islamischer-Antisemitismus.doc

  3. Powerpoint Präsentation Sacha Stawski:
     
    http://honestly-concerned.org/Arabischer-Antisemitismus/sld001.htm

  4. Eine Kopie der ursprünglichen Einladung:
    http://www.honestly-concerned.org/Einladung-Islamischer-Antisemitismus.htm

  5. Informationen über die vorangegangene Veranstaltung zu Thema
    "Antisemitismus, Deutsche Medien und der Nahostkonflikt"
    http://honestly-concerned.org/presse-26-6-03.htm
 
 

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